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HIV-Therapie: Weitere Argumente für frühen Start

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Nach einer HIV-Infektion sollten Patienten so früh wie möglich eine antiretrovirale Therapie (ART) beginnen. Denn ein früher Therapiestart kann nicht nur die Ansteckung anderer verhindern, sondern nützt auch dem Betroffenen selbst. Dieses Ergebnis früherer Untersuchungen bestätigt nun eindrucksvoll die Zwischenauswertung einer groß angelegten Studie, an der insgesamt 4685 Männer und Frauen mit HIV-Infektion in 35 Ländern teilnehmen. Die START-Studie (Strategic Timing of Antiretroviral Treatment) ist nach Angaben der US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) die erste große randomisierte Studie, die diese Fragestellung untersucht. An der Finanzierung ist unter anderem auch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligt.

Die Teilnehmer der START-Studie waren zu Beginn durchschnittlich 36 Jahre alt, HIV-positiv, unvorbehandelt und hatten mit mehr als 500 Zellen pro µl normale CD4-Zellzahlen. Die Hälfte von ihnen begann sofort mit einer antiretroviralen Therapie, die andere Hälfte erst, als ihre CD4-Zellzahl unter 350 pro µl gefallen war. Nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von drei Jahren waren in der ersten Gruppe 41 Fälle von Aids, schwerwiegenden nicht Aids-bedingten Krankheiten und Tod aufgetreten, in der Gruppe mit verzögertem Therapiebeginn dagegen 86. Das entspricht einer Risikoreduktion um 53 Prozent durch den sofortigen Therapiestart. Dieser Unterschied zeigte sich durchgängig in allen Regionen, in Entwicklungs- wie auch Industrieländern.

«Diese Ergebnisse sprechen eindeutig dafür, jeden HIV-Infizierten mit antiretroviralen Medikamenten zu behandeln, unabhängig von der CD4-Zellzahl», sagt Dr. Jens Lundgren von der Universität Kopenhagen, Mitautor der noch unveröffentlichten Studie, in einer Pressemitteilung der NIH. Dieses Vorgehen wird derzeit bereits in den US-amerikanischen Leitlinien empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine ART dagegen erst ab CD4-Zellzahlen unter 500 pro µl. Die deutsch-österreichische Leitlinie ist noch zurückhaltender. Sie nennt als Grenzwert 350 Zellen pro µl, unterhalb dessen eine Therapie erfolgen soll. Für Werte über 500 Zellen pro µl heißt es: «Eine eindeutige Therapieindikation lässt sich in diesem Bereich derzeit nicht konstatieren.» Gut möglich, dass diese Formulierung demnächst geändert wird. (am)

 

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29.05.2015 l Glutasource

Foto: Fotolia/Leo Lintang

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