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ARZNEISTOFFE

Parecoxib|Dynastat®|05|2002

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STOFFGRUPPE
5 Analgetika/Antirheumatika
WIRKSTOFF
Parecoxib
FERTIGARZNEIMITTEL
Dynastat®
HERSTELLER

Pharmacia

MARKTEINFÜHRUNG (D)
05/2002
DARREICHUNGSFORM

40 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Indikationen

Dynastat ist in Deutschland zur kurzzeitigen Behandlung von postoperativen Schmerzen bei Erwachsenen zugelassen.

Wirkmechanismus

Parecoxib ist ein selektiver COX-2-Inhibitor zur Injektion.

 

Parecoxib ist ein Prodrug und wird in der Leber rasch zum wirksamen Metaboliten Valdecoxib umgewandelt. Valdecoxib blockiert selektiv das Enzym Cyclooxygenase-2 (COX-2) und hemmt damit die Prostaglandin-Synthese. Während COX-2-abhängige Prozesse wie Schmerzentstehung, Entzündung und Fieber unterdrückt werden, verhindert Parecoxib kaum die über COX-1 vermittelten physiologischen Wirkungen auf die Blutgerinnung sowie in Magen und Darm.

Anwendungsweise und -hinweise

Die empfohlene Dosis beträgt 40 mg Parecoxib intravenös oder intramuskulär. Anschließend können nach Bedarf alle sechs bis zwölf Stunden 20 oder 40 mg nachdosiert werden.

 

Eine Dosisanpassung ist bei leichten bis mittelschweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen nicht erforderlich.

Wichtige Wechselwirkungen

Parecoxib wird in der Leber rasch in Valdecoxib und Propionsäure umgewandelt. Der Metabolit wird über verschiedene Enzyme, unter anderem durch CYP3A4 und CYP2C9 verstoffwechselt. 5 Prozent des Valdecoxibs werden unverändert und circa 70 Prozent als inaktive Metaboliten über den Harn ausgeschieden.

 

Die gleichzeitige Gabe von Parecoxib und Warfarin erhöht das Blutungsrisiko. Auf die Thrombozytenaggregation hat Parecoxib keinen Einfluss.

 

Wie andere NSAR kann Parecoxib die Wirkung von Diuretika und ACE-Hemmern abschwächen, die von Ciclosporin verstärken.

 

Ketoconazol und Fluconazol verstärken die Wirkung des COX-Hemmers. Bei Fluconazol ist daher eine Dosisanpassung erforderlich; bei Ketoconazol ist dies nicht erforderlich.

 

Bei Substanzen, die über CYP2D6 metabolisiert werden (Flecainid, Propafenon, Metoprolol), ist Vorsicht geboten, ebenso bei der gleichzeitigen Gabe von CYP2C19-Substraten (Phenytoin, Diazepam oder Imipramin), obwohl Valdecoxib über dieses Enzym nicht metabolisiert wird.

 

Erhalten Patienten gleichzeitig MTX oder Lithium, ist eine Kontrolle dieser Therapien erforderlich.

Nebenwirkungen

Parecoxib wurde in Studien gut vertragen. Als häufigste Nebenwirkungen wurden gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen sowie Fieber registriert. In verschiedenen kleinen Untersuchungen hatten 20 beziehungsweise 40 mg Parecoxib keinen Einfluss auf die Thrombozytenaggregation. Gastroduodenale Ulzera traten zwar häufiger als unter Placebo auf, waren jedoch seltener als bei der Gabe von unselektiven nicht steroidalen Antirheumtika (NSAR). Dennoch ist Parecoxib bei entzündlichen Darmerkrankungen, aktiven peptischen Ulzerationen und gastrointestinalen Blutungen kontraindiziert.

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Die Liste der Kontraindikationen von Parecoxib ist lang. So dürfen Patienten, die bereits auf einen Arzneistoff jeglicher Art allergisch reagiert haben, Parecoxib nicht bekommen – insbesondere, wenn es sich um schwere Hautreaktionen handelte, wie das Stevens-Johnson-Syndrom oder die schwere toxisch-epidermale Nekrolyse. Wer Sulfonamide nicht verträgt oder nach Einnahme von ASS oder NSAR (inklusive COX-2-Hemmern) mit Bronchospasmus, Rhinitis, Nasenschleimhautpolypen, angioneurotischen Ödemen, Urtikaria oder sonstigen allergischen Erkrankungen reagiert, darf mit Parecoxib ebenfalls nicht behandelt werden.

 

Ebenfalls kontraindiziert ist Parecoxib bei Patienten mit aktiven peptischen Ulzera oder gastrointestinalen Blutungen, entzündlichen Darmerkrankungen, im dritten Schwangerschaftsdrittel und in der Stillzeit, bei schwerer Leberfunktionsstörung, Herzinsuffizienz ab NYHA II, klinisch gesicherter KHK, paVK und/oder zerebrovaskulären Erkrankungen.

 

Patienten nach koronarer Bypass-Operationen dürfen Parecoxib ebenfalls nicht bekommen.

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe ist das Arzneimittel kontraindiziert.

Studien

In verschiedenen Studien wurde die Wirksamkeit von Parecoxib an Patienten nach Zahnextraktion, gynäkologischen oder orthopädischen Eingriffen sowie nach Bypass-Operationen überprüft. Dabei hatte Parecoxib bei Patienten nach Zahnoperationen in Dosierungen von 20 beziehungsweise 40 mg eine vergleichbare analgetische Potenz wie 30 oder 60 mg Ketorolac intravenös oder intramuskulär (das Analgetikum Ketorolac ist in Deutschland nur in Form von Augentropfen verfügbar). Nach gynäkologischen Eingriffen waren 20 beziehungsweise 40 mg Parecoxib 4 mg Morphin beziehungsweise Placebo überlegen und 30 mg Ketorolac ebenbürtig; ebenso in einer Untersuchung mit 175 beziehungsweise 208 Patienten nach einem orthopädischen Eingriff.

Besonderheiten

Bei der Lagerung von Dynastat sind keine besonderen Bedingungen einzuhalten.

Dynastat ist verschreibungspflichtig.

Formeln

Parecoxib

Parecoxib

Die dreidimensionale Strukturformel können Sie mit einem kostenlosen Zusatzprogramm aus dem Internet, zum Beispiel , ansehen (externer Link).

Parecoxib.wrl

Weitere Hinweise

Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel sollte Dynastat  nicht verabreicht werden, es sei denn, dies ist unbedingt erforderlich. Im dritten Schwangerschaftsdrittel ist Dynastat kontraindiziert. Dies gilt auch für die Stillzeit.

Letzte Aktualisierung: 17.03.2017

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