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Krankenhaus-Report

Kliniken gefährden Patienten

01.03.2017
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Von Anna Pannen, Berlin / In Deutschland sterben zu viele Menschen nach einer Operation oder leiden an Komplikationen, weil die Klinik den Eingriff nur selten trainiert hat. Die AOK ruft deshalb die Bundesländer zum Handeln auf.

Viele Krankenhäuser haben bei Operationen zu wenig Routine und gefährden dadurch ihre Patienten. Das ist ein Ergebnis des Krankenhaus-Reports 2017, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Zwar gelten hierzulande für sieben Eingriffe sogenannte Mindestmengen. Das heißt, Kliniken wird eine bestimmte Anzahl von Eingriffen pro Jahr vorgeschrieben, damit sie Routine bekommen. Tatsächlich würden diese Mengen aber kaum eingehalten, so WIdO-Geschäftsführer Jürgen Klauber.

 

Mindestmenge unerfüllt

Bei Bauchspeicheldrüsen-Operationen etwa erfülle die Hälfte der deutschen Kliniken die vorgeschriebene Mindestmenge nicht, bei Speiseröhren-Operationen sind es sogar 75 Prozent, so Klauber. Grund sei, dass die Kliniken sich der Mindestanzahl durch Ausnahmeregeln leicht entziehen können.

 

Dabei sei erwiesen, dass Patienten in wenig erfahrenen Kliniken gefährdet würden, sagte der WIdO-Chef. So sei etwa das Risiko, nach einer Schilddrüsen-OP eine permanente Stimmbandlähmung zu erleiden, für Patienten in wenig routinierten Kliniken doppelt so hoch. Die Gefahr, dass ein Patient nach einer Bauchspeicheldrüsen-OP innerhalb eines Jahres stirbt, sei in diesen Häusern sogar um 75 Prozent erhöht.

 

Und das ist nicht das einzige Pro­blem: Für viele Indikationen müssten überhaupt erst Mindestmengen festgelegt werden, forderte der Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch. Etwa für Operationen verschiedener Krebsarten. Der Ex-Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Hartwig Bauer, unterstützte das. »Kein Chirurg würde für sich oder seine Angehörigen eine Klinik auswählen, die den entsprechenden Eingriff nur zweimal im Jahr durchführt«, sagte er.

 

Litsch rief die Kliniken dazu auf, sich auf bestimmte Eingriffe zu spezialisieren und andere nicht mehr durchzuführen, um Patienten nicht zu gefährden. Derzeit arbeitet auch der Gemeinsame Bundesausschuss an Regeln zur Erfüllung der Mindestmengen. Er brauche aber zu lange, bemängelte Litsch. Deshalb müssten jetzt die Bundesländer handeln. Der AOK-Chef forderte sie auf, wenig routinierten Kliniken den Versorgungsvertrag für die entsprechende OP zu kündigen. Auch bei Ausnahmeregelungen sollten die Länder strenger sein: Ausnahmen von den Mindestmengen sollten sie nur temporär und bei höchstens 10 Prozent der Kliniken in einem Bundesland zulassen, schlug er vor. /

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