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Leitlinie zu Zwangsstörungen erschienen

11.03.2015
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Von Christina Hohmann-Jeddi / Eine S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Zwangsstörungen hat die Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) nun erstmals veröffentlicht.

 

Obwohl in Deutschland jedes Jahr etwa 2,3 Millionen Menschen unter den Symptomen einer Zwangsstörung litten, werde diese immer noch häufig falsch, spät oder gar nicht diagnostiziert, meldet die DGPPN. Durchschnittlich dauert es zehn bis fünfzehn Jahre, bis Patienten mit einer Zwangsstörung professionelle Hilfe aufsuchen.

Zwangsstörungen wirken sich nicht nur schwerwiegend auf das Leben der Betroffenen aus, sie haben auch eine immense gesundheitsökonomische und versorgungspolitische Bedeutung, so die Fachgesellschaft. Zwischen 1 und 3 Prozent der Bevölkerung sind im Laufe ihres Lebens betroffen. Damit ist die Zwangsstörung die vierthäufigste psychische Erkrankung in Deutschland. Trotzdem findet sie im Versorgungssystem noch zu wenig Beachtung und wird zu selten erkannt. »Dabei wissen wir, dass den betroffenen Patienten die richtige Therapie nachhaltig hilft. Medikamente spielen dabei eine untergeordnete Rolle, im Vordergrund stehen psychotherapeutische Interventionen«, erklärt DGPPN-Vorstandsmitglied Professor Dr. Fritz Hohagen von der Universitätsklinik Lübeck.

 

Mittel der Wahl ist eine störungsspezifische kognitive Verhaltenstherapie (KVT) einschließlich Exposition und Reaktionsmanagement. Diese kann mit dem Ziel eines schnelleren Wirkungseintritts durch eine Pharmakotherapie mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Clomipramin ergänzt werden. Eine alleinige Therapie mit Medikamenten ist nur indiziert, wenn eine Verhaltenstherapie vom Patienten abgelehnt wird oder wegen der Schwere der Symptomatik nicht durchgeführt werden kann.

 

Außerdem können Medikamente eingesetzt werden, wenn eine KVT wegen langer Wartezeiten oder mangelnder Ressourcen nicht zur Verfügung steht oder damit die Bereitschaft des Patienten erhöht werden kann, sich auf weitere Therapiemaßnahmen einzulassen. Wenn eine medikamentöse Therapie indiziert ist, sollten SSRI wie Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin oder Sertralin angeboten werden, wobei Citalopram in Deutschland in dieser Indikation nicht zugelassen ist. /

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