glutasource online
Pharmadialog

Das sind die Ergebnisse

13.04.2016
Datenschutz bei der Glutasource

Von Ev Tebroke, Berlin / Arzneimittelpreise war eines der Themen, die auf der Agenda des sogenannten Pharmadialogs standen. In Berlin hat die Politik am Dienstag die Resultate aus den insgesamt vier Gesprächsrunden mit Vertretern der Pharmaindustrie, Wissenschaft und Forschung präsentiert. Für Apotheker könnte sich einiges ändern.

In den vergangenen Wochen gab es viele Spekulationen, ob und welche Forderungen der Apotheker im Zuge des Pharmadialogs Berücksichtigung finden könnten. Die gute Nachricht zuerst: Die Politik beabsichtigt, bei Rezepturen und den Betäubungsmitteln eine verbesserte Honorierung zu prüfen. 

Das geht aus einem Grundsatzpapier hervor, mit dem die gesund­heitspolitischen Experten der Bundestagsfraktionen von SPD, Hilde Mattheis und Martina Stamm-Fibich, sowie der CDU/CSU, Maria Michalk und Michael Hennrich (beide CDU,) auf die Ergebnisse des Pharmadialogs reagieren. Grund zur Freude gibt es aber nicht. Denn gleichzeitig wollen die Politiker als Reaktion auf den steigenden Anteil von hochpreisigen Arzneimitteln den prozentualen Anteil des Apothekenhonorars deckeln.


Was die Arzneimittel-Importe betrifft, so hat die Forderung der Apotheker nach Abschaffung der sogenannten Importquote kein Gehör gefunden. Die Quote verpflichtet die Apotheker laut Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung, mindestens 5 Prozent des Apothekenumsatzes mit importierten Arzneimitteln sicherzustellen. Statt dieses Instrument abzuschaffen, soll künftig der Preisunterschied von importierten zu regulären Arzneimitteln immer mindestens 15 Prozent betragen, damit die Klausel greift.

 

Erwartungsgemäß sind die Apotheker nicht sehr zufrieden mit diesen Entwicklungen. »Wir sehen, dass die Bundesregierung die versorgungspolitisch wichtige und überfällige Anpassung der Vergütung im Bereich Beratung für Rezepturen und Betäubungsmitteldokumentation angehen will. Das ist zunächst einmal gut«, sagte der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands, Fritz Becker.

 

»Inakzeptable Planspiele«

 

Überhaupt nicht gut sei dagegen, was an Planspielen zu Fertigarzneimitteln kursiere. »Es ist absolut inakzeptabel, wenn die Regierungsfraktionen die auf Fixum und prozentuale Vergütung basierende und bewährte Mischkalkulation bei Fertigarzneimitteln jetzt infrage stellen«, kritisierte Becker. Diese Mischkalkulation sei ein Ordnungsprinzip, das man nicht einfach am einen Ende, also bei innovativen Arzneimitteln, selektiv aushebeln könne, weil es einem gerade opportun erscheine. Wenn die Politik hier eine Diskussionsfront aufmache, konterkariere sie ihre eigenen Pläne und Ankündigungen, das Gutachten des Bundeswirtschaftsministeriums abzuwarten, das genau diese Fragen bis Ende 2017 beantworten soll.

 

Was die Ankündigung zur Importförderklausel betreffe, so bleibt die Koalition nach Ansicht von Becker auf halbem Wege stecken. Für die Apotheker rücken durch diese Pläne andere positive Ansätze des Grundsatzpapiers leider in den Hintergrund.

 

In dem Papier beziehen sich die Koalitionsfraktionen auf die am Dienstag in Berlin von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vorgestellten Ergebnisse des Pharmadialogs. Demnach soll künftig für umsatzstarke hochpreisige Arzneimittel ab einem bestimmten Umsatz-Schwellenwert auch im ersten Jahr der Erstattungspreis gelten. Dadurch möchte die Polit­ik einer drohenden zunehmenden Belastung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durch hoch­preisige neue Arzneimittel entgegenzuwirken. Sogenannte Durchbruch-Innovationen, wie beispielsweise das vielzitierte Sovaldi® zur Behandlung von Menschen mit Hepatitis C, hatten die Kassenbudgets zuletzt nach Ansicht vieler Kritiker übermäßig stark belastet. Die neue Regelung dürfte jedoch nur für eine kleine Gruppe von Neuzulassungen greifen, heißt es aus dem BMG. Im vergangenen Jahr wären vielleicht fünf bis sechs Arzneimittel davon betroffen gewesen.Im Zuge des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes, das 2011 in Kraft getreten ist, können Pharmaunternehmen bislang im ersten Jahr nach Markteinführung neuer Medikamente den Preis selbst festsetzen. Erst nach Abschluss der frühen Nutzenbewertung wird ein Erstattungspreis vereinbart, der sich am tatsächlichen Zusatznutzen eines Medikaments im Vergleich zu bereits etablierten Therapien orientiert. /

Mehr von Avoxa

перевозка грузов

cialis-viagra.com.ua

нужна суррогатная мама украина