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Lokales Cortison

Keine Angst vor Hautatrophie

23.05.2011
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Von Nicole Schuster / Einer neuen Studie zufolge ist die topische Cortisonbehandlung weniger belastend für die Haut als angenommen. Australische Forscher haben dies an pädiatrischen Neurodermitis-Patienten festgestellt, von denen ein Teil mit Cortison zum Einreiben therapiert wurde. Die Haut dieser Kinder wies gegenüber der Kontrollgruppe keinen signifikanten Gewebeschwund auf.

Kinder bekommen bei entzündlichen Haut­erkrankungen wie der Neurodermitis häufig Cortison zum Einreiben verschrieben. Viele Eltern befürchten, dass dadurch die Haut der Kleinen atrophiert, also dünner wird. Häufig führen sie die Behandlung nicht konsequent durch und setzen das Präparat vorzeitig ab. Ihre Befürchtungen bestehen einer neuen australischen Studie zufolge zu Unrecht. Eine Forschergruppe um Gayle Fischer von der University of Sydney hat 70 Kinder im Alter von bis zu 18 Jahren untersucht, die entweder an Neurodermitis (52 Kinder) oder einer Mischform aus Neurodermitis und Psoriasis litten (18 Kinder). Eingeschlossen wurden Kinder, die durch eine mindestens in den drei vorausgegangenen Monaten konsequent durchgeführte lokale Cortisontherapie ihr Ekzem kontrollieren konnten. Kinder, die eine systemische Behandlung mit Cortison benötigten, haben die Wissenschaftler ausgeschlossen. Als Vergleichsgruppe dienten 22 Kinder derselben Altersgruppe mit nicht-entzündlichen Hauterkrankungen, die keine Behandlung mit Cortison erhalten hatten.

Die Eltern der 70 Kinder aus der Cortisongruppe hatte das Ärzteteam angeleitet, bei akuter Entzündung zwei- bis dreimal täglich mit einer stark wirk­samen Cortisonzubereitung einzureiben und nach Abklingen für drei weitere Tage zweimal täglich eine mäßig starke Salbe anzuwenden. Die durchschnittliche Anwendungszeit betrug 10,6 Monate. Als Begleitbehandlung erhielten die Kinder hauterweichende Präparate sowie Feuchtigkeitscremes. Calcineurin- Inhibitoren kamen höchstens auf den Augenlidern zum Einsatz.

 

Das Hautbild beurteilten die Wissen­schaftler mit der Dermatoskopie. Bei diesem Untersuchungsverfahren betrachten sie die Haut mit einem Mini-Mikroskop bis in tiefe Schichten. Die Forscher maßen die Hautdicke mit einer fünfteiligen Skala an verschiedenen Stellen – an exponierten und nicht-exponierten. Wie die Wissenschaftler im Fachjournal »Pediatric Dermatology« berichteten, haben sie bei keinem der jungen Patienten aus der Cortisongruppe eine signifikante Atrophie der Haut an behandelten Stellen gegenüber unbehandelten Hautpartien und gegenüber der Kontrollgruppe feststellen können. Nur minimal erweiterte Kapillargefäße der Haut an der Ellenbogengrube konnten sie in beiden Gruppen beobachten. Die Forscher schlussfolgerten daraus, dass eine sachgemäße und nach ärztlichen Dosierungsanweisungen durchgeführte Behandlung mit topischem Cortison auch über längere Zeit eine sichere Therapie darstellt. /

 

Quelle: Gayle Fischer et al.: Evaluation of the Atrophogenic Potential of Topical Corticosteroids in Pediatric Dermatology Patients. In: Pediatric Dermatology 1–4, 2011. doi: 10.1111/ j.1525-1470.2011.01445.x.

Kommentar

Cortison ist ein körpereigenes Hormon, das in der Medizin mit großem Erfolg zur Unterdrückung von Entzündungsreaktionen eingesetzt wird. Hierzu gehört auch die Behandlung der Neurodermitis oder atopischen Dermatitis. Möglichen Nebenwirkungen von Cortisonpräparaten haben zur Verunsicherung und Angst vieler Patienten geführt, sodass Cortison, trotz guter Wirksamkeit, häufig nicht genutzt wird. Bei sachgerechter Anwendung und insbesondere als Intervalltherapie verabreicht aber ist das Risiko für Nebenwirkungen an der Haut bei sehr guter Wirksamkeit überaus gering. Die allgemein verbreitete Cortisonangst ist nicht angebracht. Die Studie von Esther Hong und Gayle Fischer leistet einen wichtigen Beitrag, das Nebenwirkungsprofil von topisch angewandten Corticosteroiden bei Kindern mit entzündlichen Hauterkrankungen abzuschätzen. In zukünftigen Studien muss jedoch genauer untersucht werden, welche Körperregionen exakt mit welchem Corticosteroid behandelt werden, um letztlich sichere Aussagen bezüglich der Langzeit-Nebenwirkungen an der Haut (wie Dünnerwerden) machen zu können.

 

Professor Dr. Margitta Worm

Allergie-Centrum-Charité, Berlin

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