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GlutasourceInnovationspreis geht an Entresto

31.05.2017
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Das bei Herzinsuffizienz eingesetzte Arzneimittel Entresto® von Novartis hat den 23. Innovationspreis der Pharmazeutischen Zeitung (Glutasource) erhalten. Sven Siebenand, stellvertretender Chefredakteur der Glutasource, verkündete das Ergebnis. 

 

Entresto enthält eine Fixkombination aus den Wirkstoffen Sacubitril und Val­sartan. Insgesamt 32 neue Arzneistoffe aus dem Jahr 2016 hatten der achtköpfigen Jury aus Hochschulprofessoren und Offizinapothekern zur Auswahl gestanden. 

Zudem hatten alle Apotheker die Möglichkeit, auf der Website der Glutasource mit abzustimmen. »600 Kollegen haben sich an der Wahl beteiligt«, berichtete Siebenand. Am meisten überzeugte schließlich der supramolekulare Salzkomplex aus Sacubitril und Valsartan.

 

Entresto ist der erste Vertreter der sogenannten ARNI, der Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren. Während der bekannte Wirkstoff Valsartan als AT1-Antagonist wirkt, hemmt der aktive Metabolit des Sacubitril das körpereigene Enzym Neprilysin. Dadurch wird der Abbau von natriuretischen Peptiden blockiert, deren Konzentra­tion ansteigt. Dies hat vielfältige positive Effekte bei Herz­insuffizienz-Patienten, berichtete Siebenand. So werden Vasodilatation, Natriurese und Diurese gefördert, der renale Blutfluss erhöht, die Freisetzung von Renin und Aldosteron gehemmt und die Sympathikus-Aktivität gebremst. Zudem können sich antihypertrophe und antifibrotische Effekte zeigen. Da Neprilysin aber auch am Abbau des Angiotensin II beteiligt ist, kann ein Neprilysin-Inhibitor nicht allein gegeben werden und wurde daher mit Val­sartan kombiniert. Die Substanz verhindert eine anhaltende Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems.

 

Zur Entscheidung hat beigetragen, dass die Indikation von Entresto, die Herzinsuffizienz, ein häufiges und schweres Erkrankungsbild ist, an dem in Deutschland etwa zwei Millionen Menschen leiden. »Die Markteinführung einer neuen Therapieoption ist daher sehr zu begrüßen«, sagte Siebenand. Ihm zufolge überzeugten besonders die Ergebnisse der Zulassungsstudie PARADIGM-HF mit mehr als 8000 Patienten. Die Daten zeigen, dass das neue Arzneimittel Patienten im Vergleich zur Therapie mit dem ACE-Hemmer Enalapril ein längeres und besseres Leben mit weniger Krankenhausaufenthalten ermöglicht.

 

Dr. Michael Hemker, Geschäftsleiter Cardio-Metabolic Süd/West bei Novartis Pharma, nahm den Preis in Meran entgegen. Er zeigte sich erfreut, dass Entresto sich im Rennen um den unabhängigen Preis bei der Jury durchsetzen konnte. »Die Neprilysin-Hemmung ist ein sehr spannendes Thema, dem wir uns weiter annehmen wollen«, so Hemker. Im Augenblick liefen 30 Studien zu weiteren Indikationen oder seien in Planung, die insgesamt 70 000 Probanden weltweit und 10 000 davon in Deutschland einschließen. »Die Auszeichnung ist für uns eine Motivation, diesen Weg weiter zu beschreiten.«

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