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Kongo

Regierung erlaubt Einsatz eines Ebola-Impfstoffs

07.06.2017
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dpa / Aufgrund des aktuellen Ebola-Ausbruchs im Kongo hat die Regierung zur Eindämmung der Seuche den Einsatz eines noch nicht offiziell zugelassenen Impfstoffs erlaubt. Wie viele Menschen in der betroffenen Provinz Bas-Uélé im Nordosten des Landes geimpft werden würden, sei noch unklar, sagte Sylvain Yuma, ein ranghoher Beamter des Gesundheitsministeriums in Kinshasa.

 

Bei dem Impfstoff handelt es sich um die Vakzine rVSV-ZEBOV, die in einer Feldstudie in Guinea und Sierra Leone eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt hatte. Die Lebendvakzine basiert auf dem Vesicular Stomatitis Virus (VSV). Dem Genom dieses replikationsfähigen viralen Vektors wurde ein Gen des Ebola-Virus eingefügt, das für das Oberflächen-Glykoprotein kodiert.

Der Impfstoff sei im Besitz der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen und solle mithilfe von Mitarbeitern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verabreicht werden, sagte Yuma. Die Impfung wurde in der Schlussphase der verheerenden Ebola-Epidemie in Westafrika getestet. Bei dem Ausbruch starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 und 2015 etwa 11 000 Menschen.

 

Im Kongo gibt es nach WHO-Angaben von Anfang Juni zwei labor­bestätigte Fälle, drei wahrscheinliche Erkrankungen und acht Verdachtsfälle. Die WHO hatte zwischenzeitlich von 43 Verdachtsfällen gesprochen. Bei der Mehrzahl der Patienten ließ sich Ebola aber ausschließen.

 

Um den Ausbruch einzudämmen, haben die kongolesische Regierung und die WHO in Bas-Uélé unter anderem ein mobiles Labor eingerichtet, in dem Proben von möglichen Erkrankungen schnell getestet werden können. Mit mobilen Testkits könne man Blut oder Spucke zudem in nur einer halben Stunde auf Ebola testen, erklärte die WHO. /

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