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Dengue-Fieber

Erste Infektionen in Europa

19.10.2010
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Von Christina Hohmann / Bislang kannte man Dengue-Fieber in Europa nur als Reiseerkrankungen, die Touristen aus Mittel- und Südamerika oder Südostasien mitbrachten. Doch nun wurden erste Fälle von Übertragung der Viren-Infektion in Europa – in Frankreich und Kroatien – bekannt.

Erreger der auch als Knochenbrecher-Fieber bezeichneten Infektion sind Dengue-Viren, die von Stechmücken übertragen werden. Infektionen in Deutschland traten bislang ausschließlich in Verbindung mit Reisen in Endemiegebiete auf. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge erkrankten im Jahr 2009 insgesamt 298 Menschen an Dengue-Fieber, im Vorjahr waren es 273 Fälle. Infiziert hatten sich die meisten von ihnen (78 Prozent) auf Reisen nach Süd- und Südostasien, hauptsächlich nach Thailand, Indien und Indonesien. Eine 21-jährige Frau erkrankte nach einer Ecuador-Reise und starb später am Dengue-Schock-Syndrom. Dies sei der erste Todesfall durch Dengue-Fieber in Deutschland seit 2001, berichtet das RKI im Epidemiologischen Bulletin Nr. 38.

Nun infizierte sich erstmals ein Deutscher in Europa und nicht in den Tropen: Ein 72-jähriger Mann aus Thüringen erkrankte Mitte August nach einer Kroatien-Reise an Dengue-Fieber, berichten Forscher des Bernhard-Nocht-Instituts im Fachjournal »Eurosurveillance« (2010, Band 15, Ausgabe 40). Da der Mann keine Endemiegebiete besucht hatte, musste er sich die Infektion in seinem Urlaubsort in Südkroatien (Podobuce auf der Halbinsel Peljesac) zugezogen haben. Der Mann entwickelte nach der Rückkehr hohes Fieber, Gelenk-, Kopfschmerzen sowie Augenschmerzen. Seine reisemedizinisch geschulte Hausärztin leitete eine Labordiagnostik unter anderem auf Dengue-Fieber ein. Die Tests auf Antikörper und Dengue-Virus-Antigen fielen positiv aus. Ein möglicher Überträger, die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), kommt dort vor. Sie wurde 2004 dort zum ersten Mal entdeckt.

 

Der Mann aus Thüringen ist der dritte Fall von autochthon (heißt: am Ort) übertragenem Dengue-Fieber in Europa, nachdem sich im September zwei Personen in Nizza infiziert hatten. Nach Meldungen des französischen Gesundheitsministeriums ist der Zustand der Erkrankten stabil. Auch in Südfrankreich ist die asiatische Tigermücke beheimatet, wo sie sich seit 1999 ausgebreitet hat. Um die Viren zu verbreiten, müssen die Stechmücken Patienten mit importierter Dengue-Fieber-Erkrankung stechen und die Erreger bei weiteren Blutmahlzeiten auf andere Menschen übertragen. Angesichts der geringen Fallzahl von Dengue-Fieber in Europa ist dies ein bislang sehr seltenes Geschehen. Ähnliche Übertragungen des Dengue-Virus sind auch in anderen Ländern Europas theoretisch möglich, in denen die Mücke vorkommt wie Italien, Teile der Schweiz oder die Niederlande.

 

Während in Europa Dengue-Erkrankungen einzeln gezählt werden können, stellen sie in tropischen Regionen eines der größten Gesundheitsprobleme dar: 50 Millionen Menschen erkranken Schätzungen zufolge jedes Jahr weltweit an Dengue-Fieber, informiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Infektionszahlen in der West-Pazifik-Region hätten sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, berichtete der Leiter WHO-Region, Dr. Shin Young-soo. Besonders stark seien Laos und die Philippinen betroffen. Gründe für den starken Anstieg der Erkrankungszahlen weltweit seien unter anderem die hohen Temperaturen, die erhöhten Niederschlagsmengen sowie die zunehmende internationale Reisetätigkeit. Die WHO warnt, dass ohne sofortige Aktivitäten zur Prävention und Insektenkontrolle die weltweite Situation sich weiter verschlimmern würde. /

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