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Arzneimittelmarkt

VFA-Chef vermisst Wachstum

26.11.2013
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Von Stephanie Schersch, Berlin / Hagen Pfundner bleibt für weitere zwei Jahre Vorstandsvorsitzender des Verbands forschender Pharmaunternehmen (VFA). Er blickt mit Sorge auf die Lage im deutschen Arzneimittelmarkt.

In Berlin wurde der Chef der Roche Pharma AG Deutschland vergangene Woche im Rahmen einer VFA-Mitgliederversammlung einstimmig wiedergewählt. Damit tritt er nach 2011 seine zweite Amtszeit als Verbandsvorsitzender an. Die forschenden Pharmahersteller sieht Pfundner als führende Zukunftsbranche. »Wir wirken wie eine Wachstums­pille für den Industriestandort Deutschland«, sagte er. Allerdings habe der Arzneimittelmarkt seit 2009 kein Wachstum mehr verzeichnet. »Das ist bedenklich«, so der VFA-Chef. Schließlich sei die Akzeptanz und Verbreitung von Innovationen hierzulande ausschlaggebend für den Erfolg im Exportgeschäft. »Nicht nur ›made in Germany‹, sondern auch ›used in Germany‹ zählen im Ausland«, so Pfundner.

 

Die bislang bekannt gewordenen Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union nannte Pfundner in weiten Teilen er­nüch­ternd. Die Parteien haben sich darauf ver­stän­digt, den Herstellerrabatt auf rezept­pflich­ti­ge Arzneimittel zum Jahresende nicht wie ur­sprüng­lich geplant von 16 auf 6 Prozent he­rab­zu­­set­zen, sondern lediglich auf 7 Prozent. Ab 2015 soll der Abschlag dann ja nach Fi­nanz­la­ge der Kassen angepasst werden. Da­rü­ber hinaus bleiben die Preise für Präparate ohne Festbetrag weiterhin auf dem Stand vom August 2009 eingefroren, obwohl auch diese Re­ge­lung Ende Dezember ei­gent­lich auslaufen sollte. »Diese Ent­schei­dun­gen machen die Rah­men­be­din­gun­gen für Pharmaunternehmen nicht gerade ver­läss­li­cher«, sagte Pfundner.

 

Signale der Entlastung

 

Allerdings gebe es auch Signale der Entlastung. So wollen CDU, CSU und SPD die Nutzen­be­wertung für Arzneimittel aus dem Bestandsmarkt stoppen. Ursprünglich hatten die Parteien geplant, den sogenannten Wettbewerbsaufruf unabhängig davon fortzuführen. Damit hätten Arzneimittel, die bereits vor 2011 auf dem Markt waren, auch künftig auf den Prüfstand kommen können, wenn sie in direkter Konkurrenz mit einem neuen Medikament gestanden hätten, das eine frühe Nutzenbewertung durchlaufen musste. Dieses Vorhaben haben die Koalitionäre in spe jedoch fallen lassen, da bis zuletzt unklar war, welchen Kriterien die Prüf­ver­fah­ren folgen sollten. »Das war ein wichtiger Schritt für alle Betroffenen«, so Pfundner. /

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