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Uni München

Feier zum Studienabschluss

07.12.2016
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Von Brigitte M. Gensthaler, München / Ein Tag zum Feiern: Fast 100 Staatsexamens-, Bachelor- und Master-Absolventen der Pharmazie erhielten Ende November bei der akademischen Abschlussfeier des Departments für Pharmazie ihre Urkunden.

Professor Dr. Martin Biel, Pharmakologe am Department, begrüßte die ­Absolventen, ihre Angehörigen und Freunde zum »wichtigsten Tag des Jahres«. Er machte den Absolventen Mut: »Es gibt kaum ein Studium, mit dem man beruflich so viel anfangen kann. Die Pharmazie reicht von den Molekülen bis ans Krankenbett. Alle Optionen stehen Ihnen offen.« Das Studium vermittle nicht nur Wissen, sondern auch Fähigkeiten, sich weiterzuentwickeln. Er dankte allen Sponsoren, die Pharmaziestudierende mit dem Deutschland Stipendium unterstützen, und warb zugleich um neue Sponsoren.

Auf die unverzichtbare naturwissenschaftliche Basis wies Professor ­­ Dr. Peter Klüfers, Dekan der Fakultät für Chemie und Pharmazie, hin. »Unsere Aufgabe ist es, Sie mit den Methoden der Naturwissenschaften vertraut zu machen.« Das Studium dürfe nie die wissenschaftliche Grundausbildung begrenzen, denn diese gebe die Universität den Studenten über das eigentliche Berufsbild hinaus mit. »Betreiben Sie die Wissenschaft mit Lauterkeit«, mahnte er zu verantwortungsvollem Umgang mit Daten und Fakten.

 

Verabschiedung der Absolventen

 

Vor den Preisverleihungen überreichten Biel und Studiendekan Professor ­ Dr. Franz Paintner die Urkunden an ­ 71 Staatsexamens-Studenten, zwölf Absolventen des Bachelor-Studiengangs sowie 13 Master-Absolventen in Pharmaceutical Sciences. Unter dem Applaus des Auditoriums gratulierten sie jedem Absolventen persönlich.

 

Auch in diesem Jahr wurden die Besten mit Preisen ausgezeichnet. Der Herbert-Marcinek-Preis 2016 für he-rausragende Leistungen im ersten Studienabschnitt, gestiftet von der Familie Marcinek, ging an die Staatsexamen-Studierenden Julie Petry und Stefan Maierhöfer.

Für ihre exzellenten Leistungen im zweiten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung wurden Konstantin Hennis und Marinus Rohowsky mit dem zum achten Mal verliehenen Lesmüller-Preis geehrt. Den Preis überreichte der Vorsitzende des Stiftungsrats der Dr. August und Dr. Anni Lesmüller-Stiftung, Dr. Hermann Vogel. Der Ehrenpräsident der Bayerischen Landesapothekerkammer forderte den Nachwuchs auf, sich berufspolitisch zu engagieren. Für ihn gilt: »Apotheker ist nicht alles, aber ohne Apotheker ist im Gesundheitswesen alles nichts.«

 

Privatdozentin Dr. Nora Urbanetz, Vizepräsidentin Pharmaceutical Development bei Daiichi Sankyo Europe, zeichnete Martina Meßner als beste Absolventin des Masterstudiengangs Pharmaceutical Sciences mit dem Daiichi-Sankyo-Masterpreis aus. Apotheker hätten gerade an den Schnittstellen zu anderen Berufen gute Chancen. »Sie können sehr gut interdisziplinär tätig werden und haben Verständnis für andere Disziplinen. Dies wird vor allem in der Forschung immer wichtiger.« Als Diversitätsfachleute seien Apotheker in der pharmazeutischen Industrie sehr gefragt.

 

Beste Doktorarbeiten

 

Bei der Abschlussfeier wurden auch die beiden besten Promotionsarbeiten im Department für Pharmazie aus dem vergangenen Jahr gewürdigt. Dr. Stefan ­Simianer, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung bei AbbVie Deutschland, überreichte die AbbVie-Promotionspreise an Dr. Lina Schneider und Dr. Roman Mathäs. Schneider wurde für ihre in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Ange-lika Vollmar angefertigte Arbeit »Tar-geting the endolysosomal system of ­cancer cells by inhibition of V-ATPase und TPC function« ausgezeichnet. Mathäs fertigte seine Arbeit »Non-spherical micro- and nanoparticles: fabrication, characterization and in-vitro investi-gations« in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Gerhard Winter an.

Kleinste Einheit des Lebens

 

In die kleinsten Bereiche des Lebens führte Professor Dr. Petra Schwille, Direktorin des Max-Planck-Instituts für Biochemie, die Zuhörer im Festvortrag. Lebende Systeme seien »wahnsinnig komplex« und daher im Detail schlecht vorhersagbar. »Wir suchen das Kleinstmögliche, das Leben heißt«, sagte die Physikerin. »Sicher ist: Leben ist zellulär.« Daraus resultiere die Frage: Wie sieht die einfachste mögliche Zelle aus?

 

Das Ziel der Synthetischen Biologie sei es, lebende Systeme systematisch auf möglichst wenige fundamentale Funktionselemente zu reduzieren, sodass diese Teilsysteme überschaubar und verstehbar sind. Zunächst gehe es da-rum, essenzielle Eigenschaften lebender Systeme wie die Selbstreplikation mit möglichst wenigen biologischen Funk-tionsmodulen wie Proteinen, Nukleinsäuren und Lipiden nachzubauen und quantitativ zu analysieren. »Wir versuchen, ein System zu bauen, das ganz wenige Bestandteile hat und sich teilen kann.« Anhand des Zellteilungsapparats aus E. coli und mit Bildern zeigte Schwille, dass sich wesentliche Selbstorganisations- und Musterbildungsphänomene am Beginn der Zellteilung mit wenigen Komponenten im Reagenzglas bereits reproduzieren lassen. /

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