glutasource online
BVDAK

Pro Impfrecht und Plattform

In der Debatte um Impfrecht für Apotheker bringt sich ein weiterer Player in Position. Apotheken sollten künftig selbstständig und nach entsprechender Weiterbildung Grippeimpfungen durchführen dürfen. Dafür macht sich der Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK)  in einem Positionspapier stark.
Ev Tebroke
02.10.2018
Datenschutz bei der Glutasource

Um das Apothekenwesen dem demografischen Wandel anzupassen, hat der Verband seine Vorschläge formuliert. Unter anderem geht es ihm dabei darum, dass die Apotheker ihre heilberuflichen Leistungen erweitern und weitere Verantwortungsbereiche übernehmen können.  Ein Vorschlag bezieht sich auf das Recht des Apothekers, künftig auch bestimmte Impfungen übernehmen zu dürfen. Der BVDAK stehe dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) zur Erarbeitung eines entsprechenden Konzepts gern zur Verfügung, heißt es in dem heute veröffentlichten Papier. Er befürwortet demnach den Start eines entsprechenden Pilotprojekts in 2019. »Bereits in zwölf europäischen Ländern wird die Grippeimpfung durch Apotheker durchgeführt  und wird mehr als erwartet angenommen«, so der BVDAK.

Darüber hinaus spricht sich der Verband für eine einheitliche, staatlich kontrollierte digitale Plattform für Apotheken aus. Ein bundesweites Medikationsmanagement sei wesentlich leichter umsetzbar, wenn alle Apotheken hierzulande miteinander vernetzt wären, so BVDAK-Chef Stefan Hartmann. An diese Plattform müssten sich alle anschließen können – auch die, die miteinander im Wettbewerb stehen: Apotheken, E-Rezeptanbieter, Rezeptabrechner, Apotheken-App-Anbieter und sonstige Dienstleister, so die Vorstellung.

Zuletzt hatten sich auch Arzneimittelhersteller, Politiker und Kassenvertreter dafür ausgesprochen, den Apothekern mehr Aktionsspielraum zu gewähren. Auf der politischen Diskussion des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller (BAH) vergangene Woche in Berlin etwa ging es neben dem Impfrecht für Apotheker auch um das Ausstellen von Folgerezepten oder darum, dass sie in bestimmten Notfällen Medikamente abgeben dürfen, ohne dass ein ärztliches Rezept vorliegt. Die ABDA hält sich bei dem Thema mit konkreten Vorschlägen bislang zurück.

Um die flächendeckende Gesundheitsversorgung zu stärken und sich zudem gegenüber dem Versandhandel abzugrenzen, würden die Apotheker ihr heilberufliches Angebot gern erweitern und weitere Verantwortungsbereiche übernehmen. Diesen Willen haben sie auch in dem Perspektivpapier Apotheke 2030 formuliert. Welche neuen Aufgaben es sein könnten, darüber muss mit der Politik noch verhandelt werden.

Andere Länder machen bereits vor, wohin die Reise gehen könnte. Jüngstes Beispiel ist Dänemark. Dort hat der Dänische Apothekerverband zusammen mit dem Dänischen Gesundheitsministerium eine maßgebliche Erweiterung des apothekerlichen Leistungsspektrums bewirkt: Künftig soll es den Apothekern möglich sein, selbstständig Rx-Arzneimittel verschreiben und Folgerezepte ausstellen zu können.

Foto: Fotolia/shoot4u

Mehr von Avoxa

http://cialis-viagra.com.ua

виагра инструкция по применению

лучший гейнер